Grabstinfundament, Statik

171028, 150156, Westfriedhof, Grabsteinfundament, Herbstlaub
171028, 150156, Westfriedhof, Grabsteinfundament, Herbstlaub

Grabsteinfundament,
Standsicherheit,
Statik

Grabsteinfundament, Stabdsicherheit, Statik
Technische Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen: PDF

Notizen, …

Erdspieß
(Flachgründung)

„Bei einer Gründung mit Erdspieß erfolgt die vertikale Lastabtragung über das Fundament. Der Erdspieß dient zu Aufnahme des Kippmomentes. Es ist darauf zu achten, dass die Verbindung zwischen Erdspieß und Fundament die auftretenden Kräfte aufnehmen kann. Durch die geringe Oberfläche des Pfahles können Horizontalkräfte zur Verformung des Bodens führen. Dies kann sich in der Folge durch das Wackeln des Grabdenkmals zeigen.“

Tragende Einfassung
(Flachgründung)

„Die Tragende Einfassung besteht aus einer biegesteifen Verbindung der Einfassungsteile untereinander. Die Kippmomente aus dem Grabdenkmal werden über die Winkelverbindung in die Einfassung eingeleitet. Durch die geringen Abstände der Dübel werden sehr große Kräfte in die Einfassung eingeleitet. Aus diesem Grunde ist eine sorgfältige Ausführung erforderlich. Durch die Verbindungswinkel zeigt das Grabdenkmal eine leichte Federwirkung, die jedoch nicht nachteilig für die Standsicherheit ist. Zur Sicherstellung der Tragwirkung sind folgende
Mindestvoraussetzungen zu erfüllen: …“

Längsstreifenfundament
(Flachgründung)

„Längsstreifenfundamente tragen im Regelfall im Grabbereich frei und liegen nur am Kopf und am Fuß der Grabmalanlage auf dem Boden auf. Das Grabdenkmal muss, wenn keine ausreichende Kippsicherheit gewährleistet ist, mit den Fundamentbalken mechanisch verbunden werden. Das Gewicht der Einfassung und gegebenenfalls der Abdeckplatte kann beim Standsicherheitsnachweis berücksichtigt werden. Sind keine Auflagerungsmöglichkeiten am Fuß und Kopf der Grabmalanlage vorhanden, können die Längsträger mit den Querstreifenfundamenten kombiniert werden. …“

Querstreifenfundament
(Flachgründung)

„Die Fundamentplatte unter dem Grabstein ist technisch wie ein Streifenfundament zu behandeln. Durch das geringe Gewicht der Fundamentplatte ist im Regelfall eine große Breite erforderlich. Die Fundamentplatten sollten, soweit vorhanden, bis zu den tragfähigeren Flanken geführt werden. Es ist zu beachten, dass die Fundamentplatten im Regelfall im Mittelbereich hohl liegen. Dieser Sachverhalt ist beim statischen Nachweis zu berücksichtigen. …“

Fertigteilfundament
(Flachgründung)

„Die Berechnung des Fertigteilfundamentes erfolgt nach DIN 1054. Die Abmessungen sind von der Belastung des
Grabdenkmals abhängig. Die Fundamente können sowohl aus Beton als auch aus Naturwerkstein bestehen. Eine Verdübelung zwischen Sockel und Fundament bzw. Grabstein und Fundament ist nur dann erforderlich, wenn die Kippsicherheit des Grabdenkmals von 1,5 nicht gewährleistet ist. Die Bemessung des Betonfundamentes erfolgt in Anlehnung an DIN 1045-1. Die Regelausführung erfolgt abweichend zu DIN 1045-1 unter Verwendung von Beton ≥ C 16/20. Die Fundamentart eignet sich nur für Gräber, die einen ausreichenden Abstand untereinander haben. …“

Köcherfundament
(Flachgründung)

„Köcherfundamente dienen der Verankerung von schlanken Grabdenkmälern und stellen die Standsicherheit sicher. Die
Beanspruchung ist von der Einbindetiefe abhängig. Um ein Spalten des Fundamentes zu verhindern ist eine ringförmige,
horizontale Bewehrung an der Fundamentsohle und am oberen Ende des Fundamentes erforderlich. Die Berechnung
der Bodenpressungen erfolgt wie beim Streifenfundament. …“

Pfahlgründung
(Tiefgründung)

„Die Pfähle müssen mindestens 20 cm unterhalb der Grabsohle in den gewachsenen Boden einbinden. Der Mindestdurchmesser beträgt 15 cm. Die Pfähle werden aus Stahlbeton hergestellt. Die Bewehrung aus Betonstahl (BSt 500S) des Pfahles muss über die gesamte Pfahllänge geführt werden. Die Brücke zwischen den Pfählen muss einen Mindestquerschnitt von 20 cm x 20 cm haben und mit einem Bügelkorb bewehrt sein. Die Brücke muss mit den Pfählen verbunden sein und die Kräfte aus der Grabdenkmalbelastung aufnehmen können. …“

Pfahlgruppe
(Flachgründung)

„Die Pfähle sind aus Holz und werden eingeschlagen. Die Pfähle werden je Grabseite mit einer Betonbrücke verbunden. Die Spreizung der Pfähle muss so groß sein, dass die Betonbrücken bei der Einwirkung einer Horizontallast nicht abheben. Die Betonbrücken müssen durch eine horizontale, schlaufenartige Bewehrung gegen Bruch gesichert werden. Die Pfähle reichen nicht bis zur Grabsohle und sind somit als Flachgründung einzustufen. Der Einsatz ist nur in Böden ohne größere Einschlüsse aus Steinen möglich. …“

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